Middleware für echte Herausforderungen

Die Middleware E2E BRIDGE vereint ein innovatives modellbasiertes Vorgehen mit ausgereifter Technik.

Die intelligente Vernetzung aller Systeme, Prozesse und auch Menschen innerhalb eines Unternehmens ist in Zeiten der Digitalisierung der zentrale Erfolgsfaktor. Eine effiziente End2End Integration Ihrer IT-Systeme ist dabei der Schlüssel, um flexibel und schnell zu agieren und stets den Überblick über das eigene Business zu behalten.

Dank der E2E BRIDGE können wir eine Big-Bang-Modernisierung mit ungewissem Ausgang vermeiden. Altsysteme werden gekapselt und kontrolliert durch neue Funktionen ersetzt.

Dodenhof IT ModernisierungAndreas Iken, CIO, Dodenhof

Was ist Middleware?

Der Begriff Middleware bezeichnet eine Integrationsschicht, die die Zusammenarbeit von unterschiedlichen, verteilten IT-Systemen und Anwendungen ermöglicht. Die Middleware übernimmt hierbei die Rolle eines Übersetzers, der den Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen und Anwendungen regelt. Wie jeder gute Übersetzer lässt auch die Integrationsplattform Unterschiede zwischen den verschiedenen Sprachen beziehungsweise Formaten und Protokollen außen vor. Die Komplexität wird stattdessen gekapselt und somit versteckt.

Das folgende Beispiel aus dem Handel verdeutlicht das beschriebene Vorgehen. Die Middleware ermöglicht es, Kundenbestellungen aus einem Magento Online-Shop an ein SAP System zu übermitteln. Der Vorteil: Magento muss die Datenformate und Übertragungsprotokolle des SAP Systems nicht abbilden. So nimmt die Middleware die neue Bestellung via SOAP-Schnittstelle aus dem Online-Shop an, transformiert diese und übergibt die Informationen gesichert, als iDoc an SAP. Hierbei spielt es keine Rolle, ob das SAP System temporär offline ist. Wenn der Kunde die gelieferte Ware in der Filiale zurückgibt, sorgt die Middleware dafür, dass die Retoure aus der Kassensoftware ausgelesen wird und der verfügbare Bestand im Online-Verkauf umgehend angepasst wird.

Typischerweise basiert die Middleware auf einer Integrations-Infrastruktur, wie zum Beispiel einem Enterprise Service Bus (ESB). Auf Basis dieser Infrastruktur können iterativ Integrations-Lösungen gebaut werden. Diese Lösungen stellen in ihrer Gesamtheit dann die Middleware dar.

Wann ist Middleware sinnvoll?

Bei einer Middleware verhält es sich ähnlich wie bei der Ausstattung eines Konferenzraumes. Für kleine Gruppen reicht es in der Regel aus, wenn der Raum mit einer Verteilersteckdose und einem LAN Hub ausgestattet ist. Trifft man sich nun zu zweit oder zu dritt, ist man mit dieser Ausstattung produktiv. Mit der Anzahl weiterer Teilnehmer steigt dann aber schnell die Wahrscheinlichkeit, dass weiteres Equipment (Hub, Adapter, Kabel) organisiert und installiert werden muss. Wodurch Zeit eingebüßt wird, die man eigentlich für die Agenda des Meetings vorgesehen hatte. Bei Konferenzen mit 20 Teilnehmern wird unser Raum den Anforderungen dann nicht mehr gerecht, die „Verkabelung“ der Teilnehmer nimmt dann überproportional viel Zeit in Anspruch und mit der eigentlichen Arbeit, für die man sich getroffen hatte, kann erst mit massiver Verspätung begonnen werden. Wenn man diesen Fall regelmäßig hat, ist man gut beraten, in einen Konferenzraum mit entsprechender Infrastruktur zu investieren.

Und so verhält es sich auch mit Middleware. Diese ist insbesondere dann wirklich sinnvoll, wenn die Anzahl der verteilten Software und Anwendungen eine kritische Größe erreicht. Verbinden Sie immer nur die gleichen zwei, drei Systeme mit den gleichen Technologien, wie zum Beispiel SOAP oder SQL, können Sie wahrscheinlich auch ohne Middleware produktiv sein. Wenn Sie nun aber immer mehr Systeme verwenden und diese mit wechselnden Schnittstellen wie zum Beispiel SOAP, SQL, REST oder iDoc verbinden müssen, ist die Investition in eine Middleware lohnenswert. Sofern die Middleware erfolgreich integriert ist, maskiert sie die Komplexität Ihrer IT-Landschaft und ermöglicht Ihnen die schnelle Integration neuer Systeme und Business-Prozesse.

Welche Szenarien gibt es, die eine Anschaffung rechtfertigen?

Vor der Anschaffung einer Middleware sollte wie bei jeder Investitionsentscheidung zunächst geklärt werden, ob es bestimmte Anwendungsfälle im Unternehmen gibt, die die Investition rechtfertigen. Es gibt drei allgemeine Dimensionen, an denen sich Ihre Szenarien festmachen lassen.

Endpoints – Welche Protokolle habe ich?

Ihre zu integrierenden Systeme laufen on-premise, in der Cloud, auf mobilen Endgeräten oder auf Smart Devices. Typischerweise sind jeweils verschiedene Kommunikations-Protokolle vorherrschend. So laufen SQL, iDoc, EDI und FTP on-premise. In der Cloud nutzen Sie SOAP, REST oder ODATA und Ihre Smart Devices AMQP. Setzen wir nun eine Middleware ein, so versteckt diese die Komplexität Ihrer Protokolle. Ihre zu integrierenden Systeme können nun einfach mit Ihrem jeweiligen Protokoll in der Middleware eingebunden werden.

Deployment – Welche Netzwerk-Topologie habe ich?

Wenn Ihre zu integrierenden Systeme über ein komplexes Netzwerk, sprich on-premise, Cloud oder Mobile Devices, verteilt sind, schafft die Middleware Transparenz. Sie stellt Konnektoren bereit, die Ihren Systemen eine „lokale“ Verbindung erlauben. Daraus resultiert, dass diese Systeme sich nicht um Aspekte wie Firewalls und DMZ sorgen müssen.

Natürlich muss die Middleware auch irgendwo betrieben werden. Idealerweise sollte sich Ihre Integrationsplattform in der Nähe Ihrer Systeme befinden. So bieten sich eine On-premise Installation, Betrieb in der Cloud als IPaaS, embedded Lösungen oder eine Mischung dieser Modelle an.

Integration Patterns – was will ich womit, warum integrieren?

Hier wird grob zwischen vier unterschiedlichen Varianten unterschieden: Datenintegration, Prozessintegration, Anwendungsintegration sowie B2B Szenarien.

Datenintegration behandelt die Synchronisation von Daten über mehrere verteilte Systeme. Zum Beispiel Produktstammdaten zwischen ERP und Online-Shop oder ETL Szenarien mit dem entsprechenden Monitoring.

Prozessintegration behandelt die Integration einer Kundenbestellung über die verteilten Systeme Online-Shop, ERP, Logistik, Payment, CRM und ein Monitoring des übergreifenden Prozesses.

Anwendungsintegration behandelt die nahtlose Integration von verteilten Anwendungen. Zum Beispiel die Bereitstellung von on-premise ERP-Funktionalität oder Daten on demand für eine Tablet-App im technischen Außendienst.

B2B Szenarien wie zum Beispiel die Integration von Systems of Record mit denen von B2B Partnern mittels elektronischen Datentransfer (EDI).

Jedes dieser Szenarien birgt unterschiedliche Herausforderungen, jede davon rechtfertigt den Einsatz einer Middleware. Sollten Sie sogar an mehreren Stellen Überschneidungen mit Ihren Szenarien haben, ist die Middleware eine lohnende Investition.

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