E2E Glossar

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A

Agiles Prozessmanagement

Agiles Prozessmanagement bezeichnet ein organisatorisches Rahmenwerk für Prozessmanagement, bei dem eine iterative Vorgehensweise zur Prozessverbesserung zu hoher Flexibilität führt.

Application Programming Interface (API)

API steht für Application Programming Interface, also für eine Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung. Es handelt sich hierbei um einen Programmteil, der von einem Softwaresystem zur Anbindungen anderer Programme zur Verfügung gestellt wird. Die Anbindung über die API erfolgt auf Quelltext-Ebene.

Autorisierung

Autorisierung bedeutet, dass nur im Voraus autorisierte Personen auf Anwendungen und Daten zugreifen können. Dadurch soll gewährleistet werden, dass im System nur genehmigte Geschäftsvorfälle ausgeführt werden können.

B

Business Application Programming Interface (BAPI)

Business Application Programming Interface oder auch kurz BAPI, ist eine standardisierte Schnittstelle betriebswirtschaftlicher SAP-Komponenten. Ähnlich der API, werden Komponenten durch die BAPI für andere Anwendungen nutzbar gemacht.

Business Intelligence (BI)

Als Business Intelligence, kurz auch BI, versteht man eine breite Kategorie von Anwendungen und Technologien, die für die Erfassung, Speicherung und Analyse von Daten sorgt. Die Auswertung der Daten soll Unternehmen helfen informationsbasierte Entscheidungen zu treffen.

Business Process Management (BPM)

Unter BPM (Business Process Management) fallen alle Aktivitäten zur systematischen Verwaltung von Geschäftsprozessen. Dazu gehört in der Regel die Planung, Implementierung, Dokumentation, Auswertung und Verbesserung von Geschäftsprozessen sowie die Geschäftsprozessmodellierung.

Business Process Modell and Notation (BPMN)

Die Business Process Model and Notation, kurz BPMN, ist eine grafische Spezifikationssprache, die vor allen in der Wirtschaftsinformatik und dem Prozessmanagement genutzt wird. In der Notation werden Symbole zur Verfügung gestellt, mit denen Spezialisten Geschäftsprozesse sowie Arbeitsabläufe modellieren können.

C

Client

Clients sind Arbeitsplatzrechner oder Programme, die Dienstleistungen von Servern in Anspruch nehmen. So können Rechner in Netzwerken gemeinsame Betriebsmittel oder Dienste mit anderen Arbeitsplatzrechnern teilen, zum Beispiel Netzwerkdrucker.

D

Data Warehouse

Data Warehouse bezeichnet eine Sammlung von Datenobjekten, die in einem Unternehmen gesammelt wurden.
Das Data Warehouse enthält gesammelte und verdichtete Informationen aus unterschiedlichen Datenquellen. Es ist die Informationsbasis für Abfragen, Auswertungen und Analysen, die Auskunft über das Unternehmen geben und für strategische Entscheidungen herangezogen werden können.

Dateiformat

Das Dateiformat legt fest, wie die innere Struktur einer Datei auszusehen hat. Dateiformate werden in der Regel durch Software-Hersteller festgelegt. Bei diesen Regelungen handelt es sich um eine fest vereinbarte Konvention. In der Regel werden Dateiformate innerhalb eines Betriebssystems bestimmten Anwendungen zugeordnet. Diese Anwendungen sind dann in der Lage, die im Dateiformat abgelegten Informationen zu interpretieren.

Datenintegration

Das Ziel bei der Integration von Daten ist der akkurate und zeitgerechte Austausch von Daten zwischen Systemen, damit der Benutzer seine geschäftlichen Entscheidungen auf der Basis von aktuellen Daten treffen kann.

Digitalisierung

Von Digitalisierung spricht man, wenn manuelle Prozesse oder Arbeitsschritte gezielt durch IT-Systeme unterstützt werden.
Speziell auch durch Datenintegration können bei der Digitalisierung Prozessverbesserungen erzielt werden.

Dokumenten-Management-Systeme (DMS)

Dokumentenmanagementsysteme, oder Dokumentenmanagementsoftware kurz DMS bezeichnen spezielle Softwareprogramme, die im Unternehmen verteilte Dokumente auf einer Plattform zusammenführen und speichern.
Es umfasst die Funktionen: Scannen, Erstellen, Verwalten, Weiterleiten, Ablegen, Archivieren, Suchen und Abrufen von Dokumenten.

Dokumentenmanagement

Gesamtheit der Regeln und getroffenen Maßnahmen zur sinnvollen und rationellen Erzeugung, Verwaltung, Distribution und Archivierung von Dokumenten. (Siehe auch DMS).

E

Enterprise Application Integration (EAI)

Enterprise Application Integration – EAI – bezeichnet einen Ansatz zur Integration verteilter Systeme durch eine gemeinsame Infrastruktur. Die Infrastruktur kann ein Protokoll oder eine Middleware sein. Bei diesem Integrationsansatz benutzt jedes System einen Adapter für die gemeinsame Infrastruktur, anstatt eine individuelle Verbindung mit jedem System aufzubauen.

Echtzeit

Eine Datenverarbeitung, bei der die Ergebnisse so schnell produziert werden, dass keine nennenswerte Zeitverzögerung gegenüber der absoluten Zeit auftritt, wird Verarbeitung in Echtzeit genannt.

E-Commerce

E-Commerce oder auch elektronischer Handel, bezeichnet alle über das Internet laufenden, kommerziellen Geschäftsaktivitäten. Neben dem Kauf zählt auch das Verkaufen und Anbieten von Waren und Dienstleistungen. Der Prozess des elektronischen Handels umfasst alle geschäftlichen Aktivitäten von der Bestellung, Buchung, Lieferung bis hin zur Fakturierung.

Electronic Data Interchange (EDI)

Electronic Data Interchange ist der Oberbegriff für den Austausch von Daten unter Nutzung eines elektronischen Transferverfahrens. Die Daten werden über ein Anwendungssystem des jeweiligen Unternehmens gesendet und empfangen.

EDIFACT

Der EDIFACT ist ein internationaler EDI-Standard für den Austausch von Daten im Geschäftsverkehr. Neben dem EDIFACT gibt es noch weitere internationale EDI-Standards. Der EDIFACT-Standard wurde von der UN-Einrichtung CEFACT erstellt.

Enterprise Architecture

Enterprise Architecture beschreibt eine spezialisierte Form der IT-Architektur. Die Enterprise Architecture, kurz EA genannt, überwacht die IT-Landschaft, also Hardware und Software, als Gesamtsystem. Als Komponente der EA verstehen sich alle Elemente, die eine Aufgabe innerhalb des Unternehmens übernehmen und somit mit anderen Elementen interagieren müssen.

Die Unternehmens-Architektur dient als Basis für die Kontrolle, Analyse, Steuerung und Planung der IT-Landschaft. Die Menge der EA-Tools zur Organisation und Optimierung der Enterprise Architecture ist beträchtlich. Die Optimierung der Softwarearchitektur ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

Enterprise-Resource-Planing (ERP)

Das Enterprise-Resource-Planning beschreibt die Aufgabe eines Unternehmens, die ihm verfügbaren Ressourcen zu planen und zu steuern. Die Planung und Steuerung erfolgt heutzutage meist über ein ERP-System, das im ganzen Unternehmen eingesetzt werden kann.

Enterprise Service Bus (ESB)

Der Enterprise Service Bus, ESB, bezeichnet eine Netzwerkarchitektur, die die Integration verschiedener Dienste in die Anwendungslandschaft unterstützt. Im Falle einer Software, ist der ESB eine Software, die in den serviceorientierten Architekturen als Zwischenschicht eingesetzt wird. Der ESB hilft beim Aufruf verschiedener Dienste, auch Services genannt.

ETL (extract, transform, load)

ETL, extract, transform, load, beschreibt den wesentlichen Prozess im Betrieb eines Data Warehouses. Dabei handelt es sich um die drei Phasen des Extrahierens, Transformierens und Ladens.

Bei der Extraktion wird ein Ausschnitt der Daten extrahiert und für die Transformation verfügbar gestellt. Bei der Transformation werden die Daten an die vorgegebenen Zielstrukturen des Arbeitsspeichers, auch Schema Mapping genannt, angepasst. Beim Laden werden die Daten aus dem Arbeitsbereich in das Data Warehouse überstellt. Der Vorgang sollte in der Regel möglichst effizient geschehen, so dass die Datenbank nicht während des Ladens blockiert wird.

H

Hybrid Cloud

Unter einer Hybrid Cloud versteht man die Kombination einer privaten Cloud mit einer Public-Cloud-Lösung. Dadurch ist die Hybrid Cloud deutlich flexibler in der Anwendung. So kann die Public-Cloud-Lösung bei Belastungsspitzen und dem Ausfall der eigenen IT-Infrastruktur eingesetzt werden. Der große Vorteil besteht jedoch darin, Rechenleistung und Ressourcen nach Bedarf aufzustocken – ohne dabei die eigene IT-Infrastruktur aufrüsten zu müssen.

I

IT-Architektur

Die IT-Architektur bezeichnet alle Aspekte der IT-Systeme in einem Unternehmen. Dabei legt die Architektur die Grundstrukturen und Regeln, sowie das Zusammenspiel aller Komponenten, fest. Es handelt sich also um eine Gesamtsicht, die auch im Zusammenhang mit der Geschäftsarchitektur steht. Aufgrund der Komplexität wird die IT-Architektur meist in verschiedene Ebenen unterteilt.

IT-Infrastruktur

Die IT-Infrastruktur bezeichnet alle technischen Ressourcen, die den Betrieb von Unternehmenssoftware ermöglichen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Kommunikationsdienste, Hardware und Software. Je nach Softwarelösung bedarf es einer performanten Infrastruktur, die exakt auf die unternehmenseigene IT-Architektur abgestimmt wird.

M

Microservice

Als Microservice versteht man ein Architekturmuster der Informationstechnik, bei dem eine Software aus unabhängigen Prozessen komponiert wird. Diese Prozesse können, sprachunabhängig, untereinander via Programmierschnittstelle kommunizieren. Microservices sind untereinander weitestgehend entkoppelt und erledigen lediglich eine Aufgabe. Dies erlaubt einen modularen Aufbau von Anwendungssoftware.

Middleware

Eine Middleware ist eine Integrationsschicht, die die Zusammenarbeit der unterschiedlichen IT-Systeme in der Systemlandschaft sicherstellt. Die Middleware agiert hierbei als Übersetzer und regelt den Datenaustausch verschiedener Systeme. Darüber hinaus lässt die Middleware Unterschiede zwischen den Sprachen beziehungsweise den Formaten und Protokollen außen vor. Dadurch wird die Komplexität gekapselt und letztendlich versteckt.

Model Driven Architecture (MDA)

Die modellgetriebene Architektur oder auch MDA, bezeichnet einen modellgetriebenen Ansatz zur Softwareentwicklung. Dabei geht es um eine klare Trennung von Funktionalität und Technik. Das Ziel der MDA ist dabei die Entwicklungsgeschwindigkeit zu steigern. Dieser Effekt wird durch die Automation durch Formalisierung erreicht.

Model Driven Integration (MDI)

Die Model Driven Integration, MDI, ist ein Ansatz um verteilte Systeme in einer Anwendungslandschaft zu integrieren und zusammenzuführen. Die modellgetriebene Integration verwendet ausführbare Modelle, wie zum Beispiel UML, um komplexe Business- und Integrationsszenarien abzubilden.

Multichannel

Der Begriff Multi-Channel stammt aus dem Marketing und bezeichnet einen strategischen Ansatz. Bei diesem Ansatz, meist genutzt von Handels- und Dienstleistungsunternehmen, versuchen die Unternehmen Kunden über verschiedene Kommunikationskanäle zu erreichen. Die Kanäle, die dabei genutzt werden können analog, digital, online sowie offline ausgeprägt sein.

N

Node.js

Hinter node.js steht eine Softwareplattform, die für die Erstellung skalierbarer Netzanwendungen verwendet wird. Node.js wird vor allem für die Realisierung von Webservern genutzt und basiert auf der Scripting-Sprache JavaScript.

O

Omnichannel

Omni-Channel, oder auch „All-Kanal-Vertrieb“, ist ein kanalübergreifendes Geschäftsmodell für Unternehmen. Der Omni-Channel ist als Weiterentwicklung des Multi-Channels zu verstehen, quasi ein Multi-Channel 2.0. So wird beim Omni-Channel das Kommunikationsspektrum auf physische Standorte, FAQ-Webseiten, soziale Medien, Abfragegeräte sowie die Interessenten- und Kundenansprache erweitert. Die Kanäle werden miteinander kombiniert, so dass Kunden über mehrere Kanäle im ständigem Kontakt mit dem Unternehmen stehen.

P

Performancemanagement

Das Performance Management optimiert Leistungen und Kosten im IT-Bereich. Das Ziel besteht darin den Unternehmensnutzen sowie die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Für ein erfolgreiches Performance Management müssen alle Vorhaben von Relevanz auf Nutzen und Kostenaspekte hin untersucht werden. In der Regel erfolgt die Überwachung über eine Performance-Management-System.

Produktinformationsmanagement (PIM)

Das Produktinformationsmanagement, auch PIM oder Product Information Management genannt, beschreibt die Bereitstellung von Produktinformationen für Interessenten und Kunden sowie den Vertrieb. Die Informationen werden sowohl analog als auch digital bereitgestellt. Für eine akkurate und konsistente Belieferung mit Informationen empfiehlt sich die Nutzung einer zentralen Instanz wie zum Beispiel einem IT-System.

S

Service (SaaS)

Software as a Service, kurz auch SaaS, ist ein Software-Distributions-Modell, bei dem Anwendungen von einem Provider gehostet und für Kunden über ein Netzwerk verfügbar gestellt werden. Die Vorteile des SaaS-Modelles sind die vereinfachte Verwaltung, automatische Updates sowie die verbesserte Kompatibilität – schließlich nutzen alle User die gleiche Software Version. Software as a Service (SaaS) ist einer der drei Säulen des Cloud-Computing-Dienstes. Die anderen beiden sind Infrastructure as a Service (IaaS) und Platform as a Service (PaaS).

Service

Ein Service ist eine abgegrenzte, autarke Funktion, die nicht vom Status anderer Services abhängt Ein Service kann oft Schnittstellen zu anderen Services. Oftmals wird der Begriff Service als Synonym zu Web Service verwendet.

Serviceorientierte Architektur (SOA)

Die Serviceorientierte Architektur – auch SOA genannt – beschreibt ein Muster zum Aufbau von Softwaresystemen. Hierbei werden lose gekoppelte Funktionsbausteine, auch Services genannt, genutzt, um eine klar vorgegebene Aufgabe zu bewältigen. Die Services trennen Daten und Anwendungslogik. Diese Trennung beziehungsweise lose Kopplung der Services sorgt für eine klare Aufgabentrennung und vor allem für ein übersichtlicheres und flexibleres System.

Strucutured Query Language (SQL)

Die Structured Query Language, SQL, ist eine genormte Datenbanksprache. Die Sprache wird für die Abfrage, Aktualisierung sowie die Verwaltung von relationalen Datenbanken. Je nach Datenbankanbieter gibt es verschiedene spezifische Erweiterungen.

U

Unified Modeling Language (UML)

Die Unified Modeling Language, kurz UML, ist eine grafische Modellierungssprache. Die Modellierungssprache wird genutzt um komplexe Softwaresysteme zu beschreiben und in Diagrammen zu visualisieren.

W

Web Service

Unter einem Web Service versteht man eine Software, die über das Internet zur Verfügung gestellt wird. Der Web Service nutzt ein standardisiertes XML Format für den Datenaustausch, auch WSDL genannt.

Web Service Description Language (WSDL)

Die Web Service Description Language, kurz WSDL, ist eine XML-Ausprägung, mit der ein Web Service beschrieben werden kann. Die WSDL gibt dabei an was der Service macht, welche Nachrichten er akzeptiert und was er zurückgibt.

X

Extensible Markup Language (XML)

Die Extensible Markup Language, kurz XML, ist ein Standard zur Erstellung lesbarer Dokumenten in Form einer Baumstruktur. XML erlaubt insbesondere auch die komplexe Gliederung und Strukturierung von Dokumenten.

XML Metadata Interchange (XMI)

Das XMI-Format ist ein Datenaustauschformat für UML-Modelle und standardisiert die Darstellung von UML-Modellen in XML.