Beim E2E-Ansatz werden Anforderungen aus dem Fachbereich in Form von Business-Prozessen aufgenommen. Diese Business-Prozesse werden dann anhand von Prozessmustern in sogenannten Micro-Services in der E2E Commerce-Lösung umgesetzt.
Micro-Services sind eigenständige, autonom laufende Prozesse auf der Betriebssystem-Ebene, was die entstehende Lösung extrem ausfallsicher macht.

Der große Vorteil der Micro-Services-Architektur besteht darin, dass neue Funktionalitäten und neue Versionen von bestehenden Services mehrfach am Tag schnell und einfach produktiv zur Verfügung gestellt werden können, ohne Unterbrechung des laufenden Geschäfts.

Ein Deployment/Roll-Out dauert in der Regel 1-2 Minuten!

Bei den Prozessmustern können wir zwischen zwei Typen unterscheiden:

Business-Patterns (WIE)

Diese Muster beziehen sich auf wiederkehrende Ablauflogik. Etwa die synchrone Verarbeitung einer Bestellung gegenüber dem Online-Shop und die asynchrone Weiterleitung an Backend-System wie ERP oder CRM.

Vorteile: Sehr schnelle Antwort gegenüber dem Kunden und Unempfindlichkeit bei temporärer Nichtverfügbarkeit der Backend-Systeme.

Technical-Patterns (WAS)

Diese Muster beziehen sich auf wiederkehrende Datenlogik. Etwa die Abbildung einer Bestellung auf Datenstrukturen in einem Backendsystem wie CRM.

Trennung von Prozess- und Datenlogik

Im Idealfall können auf diese Weise Datenlogik und Prozesslogik völlig voneinander getrennt werden, wodurch Änderungen jeweils nur sehr begrenzte Auswirkungen haben. Die resultierende Lösungs-Architektur kann sowohl vorab skizziert werden (bei Kenntnis aller relevanten Use Cases), sie kann aber ebenso gut über die Zeit entstehen (evolving architecture).

Micro-Services-Architektur – ein Beispiel

Durch die Kombination der passenden Micro-Services werden alle Anforderungen des Business-Prozesses realisiert (Beispiel “Payment Options v1”). Im Beispiel sehen Sie auch die Veränderung an der Architektur von der ersten zur zweiten Iteration.

Anbindung eines neuen Backends

Neue Anforderungen des Business-Prozesses (Business-Prozess „Payment Options v2“ benötigt die Anbindung von “Backend 2”) können jetzt schnell und einfach realisiert werden. Der Prozess muss nicht komplett neu entwickelt werden. Das zusätzliche Backend-System wird über einen neuen Technical-Micro-Service angebunden. Dieser wiederum wird über einen erweiterten Business-Micro-Service in den Prozess eingebunden und “live” geschalten.

Vollständige Übersicht einer Beispiel-Architektur